Manuelle Therapie befasst sich mit der Behandlung von reversiblen Funktionsstörungen der Extremitäten und der Wirbelgelenke.
Über die Aufnahme der Krankengeschichte und dem speziellen manual-therapeutischen Untersuchungsbefund lässt sich das Störfeld herausfinden.
Aus dem Ergebnis der Untersuchung wird das strukturspezifische Behandlungskonzept entwickelt.
Die Behandlung erfolgt über passiv geführte dreidimensionale Bewegungen (Traktion, Gleiten), die der Patient selbst nicht durchführen kann.
Die Mobilisation erfolgt am Gelenk durch Traktion und translatorisches Gleiten, an Nerven über Mobilisationstechniken des nervenumgebenden Gewebes, an der Muskulatur über funktionelle Weichteiltechniken mit Längs- und Querdehnung, Trigger-Point-Behandlung, am Band- und Sehnenapparat.
Das zusätzlich durchgeführte Trainingsprogramm zielt bei den Gelenken auf Mobilisation
und Stabilisation, bei der Muskulatur auf Koordination und Kraft.
Je länger Beschwerden bestehen, desto mehr Strukturen werden mitbetroffen.
Es besteht die Gefahr von Sekundärschäden, Dauerschmerz und Chronifizierung,
was eine längere Genesungs- und Behandlungszeit erfordert.